Leistungsschalter NS/MS Revision | NIEDERREITER.DE

Leistungsschalter

Instandhaltung Leistungsschalter in der
Niederspannung und Mittelspannung

Wir sind spezialisiert auf die Prüfung und Wartung von NS- und MS-Leistungsschaltern - Herstellerübergreifend

Da Leistungsschalter einen erheblichen Anteil am sicheren Netzbetrieb haben, sollte deren Instandhaltung auch besonders gewissenhaft verfolgt werden.

  • Leistungsschalter müssen hohe Fehlerströme sicher innerhalb der erforderlichen Fehlerklärungszeit schalten können
  • Das Versagen eines Leistungsschalters führt in der Regel zum Auslösen des vorgelagerten Schutzorgans – im schlechtesten Fall führt dies zum Ausfall des öffentlichen Netzes
  • Schadensversicherer haben das Risiko erkannt, und verlangen inzwischen regelmäßig die laufenden Instandhaltungsnachweise im Schadensfall
  • Jede Netzberechnung ist nur so gut, wie die ausführenden Schutzorgane aus Primär- und Sekundärtechnik
  • Selektivität kann nur durch regelmäßige Prüfung und Instandhaltung der Einheit aus Schutzgerät und Schaltgerät gewährleistet werden.

Wir halten Ihre Anlagen ohne Herstellerpolitik oder -zwang nach rein technischen Aspekten in ordnungsgemäßem und sicherem Betriebszustand.

Haben Sie Leistungsschalter zur Demontage oder zur Entsorgung? Wir kaufen solche Geräte an und zahlen Ihnen je nach Zustand Preise weit über Schrottpreis! Mehr dazu auf der Folgeseite “Leistungsschalterankauf

Wir können Ihnen sehr umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen anbieten

Unsere Möglichkeiten für Sie:

Revision von ölarmen MS-Leistungsschaltern wie z.B.

AEG/Sachsenwerk
  • D254, D356, D406, D506, D756, DSF506/20, E506, E806, F406,
  • ID506, IE506, IE5012
  • M254, M356, M406, M506, MC406, MC506, E5012
Siemens
  • Baureihen H515, 3AA, 3AB ,3AC
Driescher Moosburg
  • L163, L265
Concordia Sprecher
  • HP304, HP506

 

Revision von MS-Vakuum-Leistungsschaltern wie z.B.

AEG/Sachsenwerk/Alstom/Areva/Schneider
  • Baureihen VA, VAA, VAL, HVX
Siemens
  • Baureihen 3AE, 3AF, 3AG, 3AH, 3AK
Driescher Moosburg
  • V625
ABB
  • VD4

 

Revison von NS-Leistungsschaltern

AEG/GE
  • Baureihen M, ME z.B. ME637, ME1237
KlöcknerMoeller/Eaton
  • Baureihen NZM, NZMH z.B. NZM12, NZM14, NZM4, NZM24
Siemens
  • Baureihen 3WE, 3WL, 3WN, 3WS, 3WX, 3VL
MerlinGerin
  • Baureihen M, NW z.B. NW16H1
BBC/ABB Sace
  • Novomax, Emax, Tmax

Schalteranalyse und Primärprüfung

Instandhaltungsmaßnahmen und Wartung  an Leistungsschaltern

Speziell an MS-Leistungsschaltern können wir durch unsere umfangreichen Prüfgeräte sehr tiefgreifende Schaltgerätetests ausführen

  • Schalteranalyse mit Omicron Cibano 500 incl. Bewegungsanalyse ermöglicht eine Diganose bei Vakuum- und vor allem ölarmen Leistungsschaltern, ohne den kompletten Wartungsumfang. Diese Prüfung liefert uns bei Geräten in Einschubtechnik durch vorkonfigurierte und automatische Prüfabläufe innerhalb von 5 Minuten eine fundierte Aussage zum Zustand des Schaltgeräts.
  • Ausgeführt werden dabei z.B.
    • Analyse Anregewerte und Stromverläufe aller Hilfsanbauten wie Auslösespulen, Abrufmagneten
    • Analyse Motoraufzug bezüglich Stromaufnahme, Dauer, Kurvenverlauf
    • Ermittlung Kontaktgleichlauf Hauptkontakte
    • Prüfung der KU-Sequenzen auf Zeitlichen Ablauf z.B. O-CO
    • Prüfung des zeitlichen Ablaufs der Hilfs- und Meldekontakte
    • Messen der statischen Kontaktwiderstände
    • Ermittlung der dynamischen Kontaktwiderstände während des Schaltvorgangs zur Prüfung der Kontaktabnutzung
    • Ermittlung des dynamischen Mechanik-Verhaltens während des Schaltvorgangs zum erkennen defekter Anschläge und Dämpfer
    • Hochspannungsprüfung der Vakuum-Schaltröhren

Durch unsere Umfangreiche Prüfdatenbank können die Ergebnisse schnell einem Soll/Ist-Vergleich unterzogen werden

Auf Basis bereits früher ausgeführter Analysen kann am konkreten Schaltgerät schnell und zuverlässig eine Verschlechterung des Zustands auch vorherige ohne kostenintensive Demontage “ins Blaue” hinein erkannt werden. Instandhaltungsintervalle lassen sich somit gefahrlos anpassen.

Lesen Sie hierzu gerne auch die Ausführungen des Fachbeitrags von Stefan Niederreiter auf der Omicron Anwenderfachtagung 2016 in Darmstadt im Bereich Downloads

Primärprüfung – sinnvoll ja oder nein?

  • Unserer Erfahrung nach kann nur eine Primärprüfung an NS-Leistungsschaltern den Nachweis der korrekten Funktion der gesamten Auslösekette des Schalters erbringen.
    • Durch eine Primärprüfung mit unserer Prüfeinrichtung Megger/Programma ODEN AT/X werden Ströme von bis 13.000A über die Hauptkontakte des Leistungsschalters getrieben. Dadurch kann die Auslösefunktion I> und I>> bezüglich der hinterlegten Auslösekennlinien des Schalters geprüft werden – vergleichbar mit einer Schutzprüfung in der Sekundärtechnik. Der Großteil der erhältlichen Prüfgeräte der Schalterhersteller prüft lediglich das Ansprechen der Auslösemagneten – nicht jedoch in Bezug auf die Kurven. Nur die Primärprüfung deckt Fehler im Wandlerkreis mit auf, da das gesamte System vom Primärstromkreis über die Stromwandler, die Auswerteelektronik bis hin zur Auslösefunktion unter realen Betriebsbedingungen “scharf” gepüft wird.
    • Elektronische Auslösesysteme unterliegen wie jede elektronische Steuerung einer Alterung. Kondensatoren sind dabei die häufigsten Fehlerquellen und verändern u.U. das Zeitverhalten negativ. Im schlimmsten Fall reagiert die Auslöseelektronik gar nicht mehr, d.h. der Schalter öffnet im Fehlerfall nicht. Schäden an der zu schützenden Anlage sind dann die Folge.
    • Als Beispiel sei hier eine einfache Anlage mit einem speisenden Transformator Sn=1.000kVA, uk=6% auf eine NSHV-Sammelschiene genannt. Unter Vernachlässigung der Leitungsimpedanzen würde der anfängliche Kurzschlußstrom an den Klemmen des Transformators ca. 24.000A betragen. Verteiltransformatoren sind auf eine maximale Kurzschlußdauer von 2-3 Sekunden konstruiert. Versagt nun der NS-LS auf der Unterspannungsseite, und löst evtl. der den Transformator oberspannungsseitig schützende Schalter nicht wie geplant aus, werden wahrscheinlich Schäden am Transformator entstehen, und der Fehler wird in die nächst höhere Verteilebene verschleppt. Zusätzlich kommt es dann zu weiteren ungewollten Abschaltungen – im schlimmsten Fall bis ins vorgelagerte öffentliche Netz. Klärt der NS-LS im Kurzschlußfall nicht innerhalb 30-40ms (=Schnellzeit I>>)  sondern wegen träger oder unbeweglicher Mechanik erst nach 3-400ms, sind erhebliche Schäden an der Schaltanlage zu erwarten.

Aus genannten Gründen ist daher eine Prüfung und Instandhaltung von NS-Leistungsschaltern ebenso ernsthaft zu verfolgen, wie in der MS/HS-Anlage bei Schutzgeräten und MS/HS-Leistungsschaltern.

 

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